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Sichere Mannheim die guten Pläne für BUGA und Grünzug


In 1000 Tagen ist es soweit – die Bundesgartenschau 2023 startet. Wer bei der BUGA 1975 dabei war, erinnert sich daran, dass ganz Mannheim in Aufbruchstimmung war. Die Planken wurden zur Fußgängerzone, der Fernmeldeturm wurde gebaut. Auch 2023 geht es um ein Generationenprojekt mit neuen Freiräumen anstatt alter Kasernen.

Lebenswertes Mannheim für viele Generationen

Wir als SPD wollen eine lebenswerte Stadt schaffen – nicht nur für alle Mannheimerinnen und Mannheimer, sondern auch für ihre Kinder, Enkel und Urenkel und jeden, der künftig nach Mannheim kommt.

Jetzt geht es darum, die guten Pläne für BUGA und Grünzug Wirklichkeit werden zu lassen. Wer Zukunft schaffen will, darf sich nicht im Klein-Klein verlieren. Aber die anderen Parteien wollen vieles verhindern. Setze mit Deiner Unterschrift ein Zeichen für eine attraktive Bundesgartenschau und einen großen Grünzug.

Die Leitentscheidung 2017 zu Grünzug und Bundesgartenschau
Die Bundesgartenschau als Teil einer großen Idee: Grünzug Nordost


Eine BUGA 2023 in Mannheim ist kein Selbstzweck. Vielmehr soll sie unserer Stadt helfen, freigewordene Kasernengelände sinnvoll für die Bürger zu entwickeln, zu verbinden und langfristig mehr Natur und Lebensqualität in die Stadt zu bringen.

Der Grundgedanke einer BUGA 2023 ist die Verwirklichung eines größeren, weitläufigen Grünzugs, der eine ähnliche Qualität und Größe wie der Käfertaler Wald, Rheinauer Wald oder Waldpark und die Reiss-Insel als Naherholungs- und Naturraum entwickeln soll. Diese Idee wurde schon 2011 aus der Bürgerschaft entwickelt.

Mit der Ausrichtung einer Bundesgartenschau auf 55 Hektar soll im Bereich der heutigen Spinelli-Kaserne eine entscheidende Lücke geschlossen werden, um den „großen“ Grünzug tatsächlich zu realisieren und erlebbar zu machen: Es soll möglich werden, sich vom Unteren Luisenpark am Nationaltheater bzw. vom Alten Messplatz bis zum Vogelstangsee durch Natur zu bewegen – mitten in der Stadt.

Der Grünzug soll eine offene Freifläche für alle werden, ein Ort für Begegnungen, für Sport, aber auch für ein gutes Stadtklima. Er sorgt für frische Luft, angenehme Temperaturen und Artenvielfalt und leistet einen Beitrag zu nachhaltiger, erneuerbarer Energie und Nahrung.

Offenes Feld Spinelli: (© Rendering: Northern Light)

Die Zukunft der Au

Eine BUGA nur auf dem Spinelli-Gelände durchzuführen, wäre schwierig. Es ist ein ebenes Trockengelände und bietet allein noch keine ausreichend interessante Konzeption für Bepflanzung und eine vielseitige Natur. Deshalb wird – historisch und landschaftlich begründet –, einen Teil der Feudenheimer Au mit in eine BUGA einbezogen und weiter aufgewertet.

Von den 44 Hektar des Landschaftsschutzgebietes Au, die der Stadt gehören und an Bauern zur klassischen Landwirtschaft verpachtet sind, soll ein Teil in die BUGA Konzeption einbezogen werden. Hier sollen weitere verschiedene Aspekte der Landwirtschaft präsentiert werden. Darüber hinaus soll dort ein naturnahes Gewässer entstehen, das die entsprechende Pflanzenwelt zeigt. Hier sind dauerhaft weder Bauten noch kommerzielle Einrichtungen, geschweige denn Wassersport geplant.

Die Schaffung von Feuchtbiotopen ist in der Verordnung des Bürgermeisteramtes Mannheim über das Landschaftsschutzgebiet „Feudenheimer Au“ (28.12.1988) ausdrücklich vorgesehen. Die Gartenanlagen in der Au bleiben erhalten und wirken an der Grüngestaltung 2023 mit. Die Au bleibt Landschaftsschutzgebiet.

Panoramasteg und Augewässer: (© Rendering: RMP Lenzen)
Panoramasteg Bundesgartenschau BUGA Au-Gewässer

Was erleben wir 2023 bei der Bundesgartenschau?

Die Bundesgartenschau ist eine innovative Gartenausstellung, die alle zwei Jahre in verschiedenen Städten Deutschlands stattfindet. Vom 20. April bis 23. Oktober 2023 öffnet sie ihre Pforten in Mannheim für rund 2,1 Millionen Besucher. Auf einer Fläche von 22.000 Quadratmetern finden Blumen- und Fachausstellungen, Kultur-, Freizeit- und Sportveranstaltungen statt.

Die Ausstellung widmet sich Themen wie klimafreundliche Bepflanzung, Artenvielfalt, erneuerbare Energien und Nahrungssicherung. Das Besondere: Diese Themen werden nicht nur ausgestellt, sondern auf dem Gelände der BuGa direkt umgesetzt – und zwar dauerhaft.

Auch der Luisenpark wird mit einbezogen. Eine zwei Kilometer lange Seilbahn verbindet die beiden Spinelli- und Luisenpark während der Bundesgartenschau miteinander.

Hier finden Sie den Flyer „Beste Aussichten“, der einen guten inhaltlichen Überblick über die BUGA 23 verschafft.

Seilbahnstation Spinelli: (© Rendering: Northern Light)
Seilbahn Buga Bundesgartenschau Spinelli

Was bleibt von der BUGA 2023?

Nach der BUGA 2023 wird das Gelände als Teil des Grünzugs eine offene Park- und Bewegungslandschaft ohne Zaun und Eintritt für die Mannheimer Bürgerinnen und Bürger.

Aufgrund der Nachhaltigkeit des Projekts erwartet Mannheim städtebauliche Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg für die BUGA und die dauerhaften Investitionen, die im gesamten Grünzug getätigt werden sollen. Pavillons, die während der BUGA als Kioske, Cafés oder Bistros dienten, Zäune und intensive Bepflanzungen werden danach ab- bzw. zurückgebaut. Bühnen und Aktionsflächen bleiben in der Regel erhalten.

Der Aubuckel vor Spinelli ist wichtiger Teil der Überlegungen: Hier geht der Blick über Mannheim, hier treffen alte Au und Hochgestade aufeinander. Das ehemalige Flussufer wird wieder erlebbar. Die Umgestaltung des Aubuckels hin zu mehr Aufenthaltsqualität wird ein harmonisches Bindeglied als Teil des neuen Grünzugs zwischen Spinelli, der Au und dem Sportpark Neckarplatt schaffen.

Auf der Fläche werden außerdem langfristige ökologische Projekte umgesetzt: Viele neue, klimastabile Bäume werden gepflanzt, ein Trockenbiotop für bedrohte Arten wie die Zauneidechse wird geschaffen und es wird direkt auf dem Gelände an erneuerbaren Energien und nachhaltiger Nahrungsgewinnung geforscht.

Auf Spinelli soll im Anschluss an Käfertal auf ca. 10 Hektar modernes, ökologisches Wohnen und Bauen möglich werden. Vorgesehen ist ein weniger dichtes Wohnen in modellhafter Form. Eine Frischluftschneise von ca. 500 m Breite wird entstehen.

Ein Radschnellweg soll die nördlichen Stadtteile mit der Stadtmitte verbinden und damit neue Mobilitätsformen ermöglichen.

Doch auch der Luisenpark wird durch die BuGa erweitert: 3000 Quadratmeter kommen dazu.

Parkschale Erfinderpark: (© Rendering: RMP Lenzen)
Buga Parkschale Erfinderpark

Finanzierung und wirtschaftliche Effekte

Die Finanzierung des Gesamtprojekts BUGA teilt sich in zwei Finanzpläne:

Erstens: Der Investitionshaushalt über 10 Jahre hinweg. Er betrifft
Maßnahmen, die auch nach der BUGA für Mannheim erhalten bleiben. Er beträgt 105 Mio. Euro für die Schaffung und Verbesserungen im gesamten Grünzug über zehn Jahre hinweg. Dieser Betrag ist vom Gemeinderat nach oben begrenzt. Dafür gibt es Fördermittel:

Die Stadt Mannheim hat beim Land Baden-Württemberg rund 57 Millionen Euro Fördermittel für unsere Bundesgartenschau beantragt, unter anderem beim Landwirtschafts-, Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltministerium.
Hier die Höhe der einzelnen beantragten Summen plus jeweilige Zusicherung:
Landwirtschaftsministerium: Insgesamt 20,9 Millionen Euro.
Hier erhielt die Stadt Mannheim 20,2 Millionen Euro aus dem Sondertopf „BUGA“. Weitere 700.000 Euro werden für die „Präsenz des Landes Baden-Württemberg bei der Bundesgartenschau“ fließen.
  Wirtschaftsministerium: Insgesamt 19,5 Millionen Euro für städtebauliche Maßnahmen beantragt (Fest zugesagt: 4,4 Millionen Euro).
Verkehrsministerium: Insgesamt 11,1 Millionen Euro beantragt (Fest zugesagt: 2,8 Millionen Euro). Eventuell erhält man hier u.a. für das Radschnellwegprojekt Förderungen seitens Bundesebene.
Umweltministerium: erwartet werden mindestens 4,7 Millionen Euro. Für die Neckar-Renaturierung über 2023 hinaus könnten allerdings bis zu 25 Millionen Euro an Unterstützung bereitgestellt werden. Allerdings ist zum aktuellen Zeitpunkt „keine explizite Buga Unterstützung für ökologische Aufwertungsmaßnahmen geplant“ (Ministeriumssprecher, 10.03.2020).

Zweitens: Der Durchführungshaushalt für die BUGA in 2023 selbst. Er beträgt ca. 41 Mio. Euro für Veranstaltungen, temporäre Bauten, Regiekosten, Versicherungen usw. Ca. 80 % dieses Haushalts sollen durch Eintrittsgelder und Sponsoring gedeckt werden.

Gegenstand der Überlegungen zur Bewerbung um eine Bundesgartenschau waren auch die erwarteten indirekten finanziellen und wirtschaftlichen Effekte: Dazu gehören die mit einer BUGA verbundene Nachfrage und Aufträge an hiesige Unternehmen sowie die im Rahmen von Bundesgartenschauen erfahrungsgemäß ausgelösten privaten Investitionen.

Erwartet werden auch eine Beschleunigung und Attraktivierung der Erweiterungen von Käfertal-Süd und Im Rott mit positiver Auswirkung auf den Haushalt der Stadt Mannheim.

Dafür stehen wir als SPD Mannheim: Grünzug und BUGA

Eine Chance für Generationen
Für die SPD ist der Grünzug zukunftweisend für Mannheim – eine Chance für Generationen. Dabei ist die Bundesgartenschau 2023 als Teilelement der entscheidende Antreiber für staatliche und private Investitionen. Für die SPD sind bei der weiteren Planung diese Grundsätze entscheidend:

Attraktive Grün- und Erholungsflächen
Kern muss ein attraktives grünes Naherholungsgebiet mit Spielplätzen, einer höheren Aufenthaltsqualität und neuen spannenden Blicken auf Stadt und Au sein. Dazu gehören ein attraktives naturnahes Gewässer sowie der weitgehende Erhalt der U-Halle als geschichtlicher Erinnerungsort.

Eingriffe müssen – gerade im Landschaftsschutzgebiet der Feudenheimer Au – vorsichtig erfolgen mit dem Ziel, die ökologische Bedeutung zu stärken. Die bestehenden Biotope sollen erhalten bleiben. Zudem stellen Einrichtungen und Angebote für Sport und Gesundheit ein wichtiges Instrument für die nachhaltige Entwicklung des Gebietes dar.

Der Grünzug verbindet Mannheim
Wir wollen einen grünen Brückenschlag nach Vogelstang und Käfertal-Süd schaffen, um damit die Lebensqualität für alle zu steigern.

Der Luisenpark, der Herzogenriedpark sowie das Neckarufer zur Innenstadt hin müssen bei der weiteren Planung einbezogen werden. Zugleich sollen diese ein Auftakt für die Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes und des Rings bis zum Wasserturm sein.

Neue Mobilität nutzen, Radverkehr stärken
Die Bandbreite neuer Möglichkeiten der Mobilität , wie Car Sharing oder Elektromobilität, ist schier unbegrenzt. Wir wollen die Bundesgartenschau nutzen, um diese Mobilitätsformen in Mannheim voranzubringen. Besonders wichtig ist der Ausbau des Radwegenetzes, insbesondere sollen neue Radschnellwege im Grünzug entstehen.

 

Aktuelles

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Ralf Eisenhauer startete diese Petition
vor 3 Wochen

Darum unterschreiben Menschen

Christa Schmitz
Christa Schmitz

Warum verschiebt man die BUGA nicht um ein Jahr? Dann hätte man nicht diesen immensen Zeitdruck, der zusätzliches Geld kostet, die sinnvollen Wohnbauprojekte auf Spinelli könnten verwirklicht werden und es wäre genügend Zeit um gesetzteskonform alle Umweltaspekte zu berücksichtigen (Stichwort Seilbahn im Landschaftsschutzgebiet, Panoramasteg etc.) und es gäbe noch mehr Zeit um sich über das Verkehrskonzept Gedanken zu machen. Dass es zu Verzögerungen kam, dafür kann niemand etwas, Corona wäre eine gute „Ausrede“ für eine Verschiebung, immerhin findet die Olympiade auch ein Jahr später statt und – mit Verlaub- ist das ein etwas größeres Projekt als die BUGA23. Mein Fazit: BUGA ja, aber nicht um jeden Preis und nicht zu Lasten der Anwohner.

    SPD Gemeinderatsfraktion
    SPD Gemeinderatsfraktion

    Liebe Frau Schmitz, vielen Dank für Ihre Nachricht. Eine Verschiebung wäre sicherlich sinnvoll, wenn die vorgesehenen Zeitpläne nicht eingehalten werden könnten durch Corona. Danach sieht es im Moment nicht aus. Zudem ist nach jetzigem Stand davon auszugehen, dass 2023 reguläre Veranstaltungen möglich sind. Das wäre bei der Olympiade corona-bedingt nicht der Fall gewesen. Angesichts immer weiter steigender Baupreise ist zudem davon auszugehen, dass eine Verschiebung / Verzögerung zu erheblichen Mehrkosten führen würde. Vor diesem Hintergrund scheint es zum jetzigen Zeitpunkt durchaus sinnvoll, die Veranstaltung so wie geplant durchzuführen.

Eduardo Gorostiza Saur
Eduardo Gorostiza Saur

Mannheim soll eine grüne Stadt für Fußgänger und Fahrradfahrer werden. Wie brauchen mehr Platz und viel Grün, damit wir eine bessere Luftqualität haben.

Marina
Marina

👍👍👍👍

Christa krieger
Christa krieger

Ich glaube daran, dass wir unseren Kindern und Kindeskindern etwas langfristig Gutes „antun“

Anita Haug
Anita Haug

weil eine Stadt mit viel Grün nicht nur für mich interresant ist.

Harald Keller
Harald Keller

Weil Ökologie in einer Stadt einen hohen Stellenwert haben sollte

Timur Fazlı, Kirca
Timur Fazlı, Kirca

Wir alle in Mannheim profitieren von den damaligen Errungenschaften der BUGA 1975. Ohne Luise Park und Co. hätten meine Familie und ich vielleicht nicht so einen Bezug zu der Natur, den Pflanzen und Tieren bekommen, wie wir ihn heute haben. Die vielen schönen Erinnerungen, die in den Parks entstanden sind, oder auch die aufregenden Geschichten, welche unser Eltern uns von der Hochbahn erzählten, haben schon so manche Familienfeier geschmückt. Es ist doch echt schade, wenn wir nicht noch mehr dieser Orte für ein besseres zusammen leben schaffen.

Evelyn Kilian
Evelyn Kilian

Mannheim soll Vorbild sein für Nachhaltigkeit und Lebensraum in einer Industrie- und Wirtschaftsregion. Die BUGA wird Impulse geben und Ökologie und Ökonomie gleichermaßen voran treiben. Dafür dürfen wir das großartige Konzept nicht durch Klein-Klein verwaschen.

Evelyn Kilian
Evelyn Kilian

Mannheim soll Vorbild sein für Nachhaltigkeit und Lebensraum in einer Industrie- und Wirtschaftsregion. Die BUGA wird Impulse geben und Ökologie und Ökonomie gleichermaßen voran treiben. Dafür dürfen wir das großartige Konzept nicht durch Klein-Klein verwaschen.

Dieter Böckle
Dieter Böckle

Endlich ein Projekt, welches großflachige Veränderungen zulässt. Parks und Radwege, die den Namen verdient haben. Verbindung der Nord-Südachse. Weg von der Versiegelung der ungenutzten Bodenfläche. Von mir ein klares GO!

manfred fischer
manfred fischer

uns Versäumnisse im Umgang mit der Natur immer mehr einholen

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